Gassi-Geh-Rechner
Wie lange soll Ihr Hund Gassi gehen? Ermitteln Sie die ideale tägliche Bewegungszeit und Rundenzahl, abgestimmt auf Alter, Rasse und Energielevel.
Warum eine pauschale Antwort nicht reicht
Der Bewegungsbedarf eines Hundes hängt von seiner Lebensphase und seiner Rassegruppe ab. Ein Border Collie im besten Alter braucht ein Vielfaches der Gehzeit, die einem Mops guttut, und ein Welpe darf gerade nicht so weit laufen wie sein erwachsenes Vorbild.
Welpen und Junghunde
Das Skelett wächst rasant. Zu lange Runden an der Leine belasten die empfindlichen Wachstumsfugen und begünstigen Gelenkerkrankungen wie HD oder ED.Erwachsene Hunde
Arbeits- und Hütehunderassen fordern deutlich mehr Ausdauer als gemütliche Begleithunde. Ausreichender Auslauf beugt Frustration, Verhaltensauffälligkeiten und Übergewicht vor.Senioren
Ältere Hunde profitieren von kürzeren, aber regelmäßigen Runden, um die Gelenke schonend mobil zu halten und die Blase zu entlasten.Bewegungszeit berechnen
Gassi-Geh-Rechner
Wählen Sie die Rasse und das Alter Ihres Hundes. Der Rechner ermittelt daraus die empfohlene tägliche Gehzeit, die Rundenzahl und einen Hinweis zur aktuellen Lebensphase.
Die Werte gelten für gesunde Hunde. Bei Erkrankungen, Verletzungen, Übergewicht oder anderen Auffälligkeiten stimmen Sie die Bewegungszeit bitte mit Ihrer Tierarztpraxis ab.
So rechnet der Gassi-Geh-Rechner
- Welpe (2 bis 5 Monate): pro Runde etwa 3,5 bis 5 Minuten je Lebensmonat, je nach Rassegruppe. Reine Gehzeit an der Leine, kurze Löserunden zählen nicht mit.
- Junghund (6 bis 11 Monate): gleitender Übergang vom Welpen- auf das Erwachsenenniveau, damit die Belastung langsam ansteigt.
- Erwachsen (1 bis 7 Jahre): Tageszeit aus der Rassegruppe, mindestens jedoch 60 Minuten gemäß der deutschen Tierschutz-Hundeverordnung.
- Senior (ab 8 Jahren): mehrere kurze Runden statt einer langen. Hier gilt die 60-Minuten-Untergrenze bewusst nicht.
Wichtig für Welpen und Riesenrassen
- Treppensteigen und lange Strecken auf hartem Untergrund vermeiden
- Freies Erkunden auf weichem Boden ist wertvoller als monotones Leinengehen
- Riesenrassen wachsen länger und brauchen entsprechend länger Schonung
- Bei Erkrankungen, Übergewicht oder Gelenkproblemen gelten die Werte nicht ungeprüft, bitte mit der Tierarztpraxis abstimmen
Schnüffeln zählt
Studien zur olfaktorischen Auslastung zeigen: Hunde, die während des Spaziergangs selbstbestimmt schnüffeln dürfen, bauen Stress messbar schneller ab. Planen Sie deshalb bewusst Zeit zum Erkunden ein, statt die Runde nur abzulaufen.
Medizinischer Hinweis
Die berechneten Werte sind Richtwerte auf Basis veterinärmedizinischer und verhaltensbiologischer Literatur sowie der Tierschutz-Hundeverordnung. Sie ersetzen keine tierärztliche Beratung, insbesondere nicht bei kranken, verletzten oder in ihrer Bewegung eingeschränkten Hunden.
Häufig gestellte Fragen
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema auf einen Blick.

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